Wüstenreisen

« Die Wüste reinigt Seele und Geist. Ihre Wahrheit offenbart sich in der Stille. »

Sie haben die Möglichkeit, auf dieser besonderen Reise Ihr Zentrum zu finden.
Mit oder ohne Jin Shin Jyutsu/Mindflow können Sie sich ein Stück näher kommen und ermöglichen, Erstarrtes aufzuweichen, Gefrorenes aufzutauen, Festgehaltenes loszulassen.

Reiseberichte: Bergwüste und Sandwüste

Vom Flughafen oder vom Hotel auf Djerba fahren uns die Chauffeure in Jeeps nach Doiret, einer märchenhaften, alten Berberstadt in den Bergen. Dort sind die Häuser zum Teil in den Berg gebaut. Das Dorf wurde schon vor Jahren verlassen zugunsten eines neue Dorfes, das in der Ebene entstanden ist. Dort ist das Leben der Einwohner einfacher und bequemer.Der Reiz des Bergdorfes wurde von Einheimischen erkannt, und aus den alten Häusern wurde eine Herberge für Touristen gemacht. Gleich über dem alten Dorf thront ein verfallenes Ksar, eine Art Burg, die früher als Speicher für Vorräte aber auch als Verteidigungsanlage gebaut und genutzt wurde. Wir verbringen eine Nacht in den Höhlen, geniessen die Stille dieser Bergwüste, besteigen das Ksar und lassen uns vom Weitblick überwältigen.

Am folgenden Tag geht es weiter – wie und wohin genau werde ich mit der Reisegruppe planen und bei einem vorgängigen Treffen aller Teilnehmer detailliert bekannt geben.
Auf jeden Fall geht es in die Sandwüste. Mustafa und Bechir, meine Vertrauensleute vor Ort, zaubern immer wieder unzählige spannende Routen und Sehenswürdigkeiten aus ihrem reichen Erfahrungsschatz hervor.

Unterwegs mit den Dromedaren

Das Besondere an den Kameltrekkings ist das meditative Dahinziehen durch die weite Wüstenlandschaft, die ihr Gesicht von Augenblick zu Augenblick wechselt. Die Momente des Ankommens am Lagerplatz, des Suchens einer Schlafstelle und des gemeinsamen Essens am Lagerfeuer sind etwas ganz Besonderes. Die erfahrenen Kamelführer, alles von Geburt auf Nomaden, die die Wüste wie ihre Hosentasche kennen, ermöglichen uns Einblicke in ihr karges, reiches Leben. Ihre Koch-und Backkünste auf dem Feuer und im Sand erstaunen mich jedes Mal aufs Neue. Höhepunkte sind die Nächte unter dem Millionensterne-Himmel. Wir verbringen sie nach dem gemeinsamen Singen, Tanzen und Geschichten-Hören entweder im Schlafsack auf einer Matte unter dem Sternenzelt oder im mitgeführten Nomadenzelt, bzw. Iglu-Zelt. Je nach Wunsch der Gruppe dauern solche Trekkings zwischen 2 und 4 Tagen.
Auf der 10-12tägigen Tour sind wir nur unterwegs, verweilen an einem besonders schönen Ort für 2-3 Nächte. Wir marschieren jeweils halbtags auf den längeren Touren.
Auch reiten ist möglich und kann sehr meditativ sein.

Wir verlassen somit auch die Bequemlichkeiten unseres Alltags und tauchen ein in das sehr einfache Leben der Wüste: Als Toilette verschwinden wir hinter einer Düne, benützen unsere Oberschenkelmuskulatur aus Mangel einer Sitzgelegenheit und werden immer erfinderischer….
Die tägliche Körperpflege findet mit Feuchttüchern und einem Minimum an Wasser statt, Zähneputzen nur mit Mineralwasser. Wir werden auch mal an einem Brunnen oder an der heissen Quelle rasten, wo wir dann kalt oder warm Haare waschen und duschen können – mit Schlauch oder aus der Petflasche. Haare und Wäsche trocknen am Wind. Aus Ermangelung an Stühlen sitzen wir auf dem Boden. Einzig das Lagerfeuer und unsere Stirnlampen sind abends unsere Lichtquellen. Wir gewöhnen uns rasch an das einfache Leben und die mit Ablauf der Zeit auch immer eintöniger werdenden Mahlzeiten.

Tagsüber ziehen wir mit den Dromedaren weiter durch die spannende Einöde, meditativ hinter den Tieren hergehend oder auf ihnen reitend, fotografierend oder einfach nur staunend, was man alles in der sogenannt toten Landschaft entdecken kann.
Meditationen, Jin Shin Jyutsu- und / oder Mindflow-Übungen werden in den Tag integriert für diejenigen, die gerne mitmachen.

Auf diesen Trekkings habe nicht nur ich sehr bewegende Augenblicke erlebt. Anfangs unangenehme Erscheinungen verblassen neben den tiefen, erfüllenden Erfahrungen, die mir immer wieder ermöglichen, ein Stück meiner Selbst zu entdecken.

Mit einem tränenden Auge über das Verlassen dieser traumhaft schönen Gegend, der Weite und Stille der Wüste und der inzwischen akzeptierten Einfachheit freuen wir uns aber auch, wieder auf einem richtigen WC zu sitzen, eine ausgiebige Dusche zu geniessen und in einem richtigen Bett zu schlafen.

Zurück auf Djerba erwartet uns am Strand ein leckeres Abendessen – eigens für uns reserviert und zubereitet.
Ein stimmiger Abschluss einer unvergesslichen Reise.